Geschichtliche Kurzbetrachtung von 1886 bis 2011


Die Geschichte der 1946 gegründeten Sportgemeinschaft Kelkheim e.V. – kurz SG Kelkheim – beginnt mit der Gründung des


Turnverein von 1866 Kelkheim.


Im März 1886 versammelten sich 48 Männer im Gasthaus „Zum Löwen“ zur Gründung eines Turnvereins. Die Gemeinde stellte einen Turnplatz am Lorsbacher Berg zur Verfügung. Neben dem Turnen wurde ein Trommlerkorps aufgestellt.

1888 zählte der Verein 67 Aktive, 31 Passive, 2 Zöglinge und 28 Ehrenmitglieder.

1908 wurde erstmals eine Frauenriege gegründet und der Turnplatz auf dem heutigen Rathausgelände eingeweiht. Die Faustballabteilung wurde 1909 gegründet und 1914 das Gauturnfest mit über 550 Gästen ausgerichtet. 1912 gründeten die Fußball spielenden Mitglieder den Sportverein S.C. Olympia.

Nach dem 1. Weltkrieg 1918 versammelten sich 58 Mitglieder, um den Turnbetrieb wieder aufzunehmen. Die Mitgliederzahl stieg auf über 300.


1926 wurde das Grundstück gekauft, auf dem heute die Stadthalle steht.

1936 feierte der Turnverein sein 50-jähriges Bestehen. Zwischen 1939 und 1945 kam die Vereinsarbeit fast vollständig zum Erliegen.


Am 2. April 1946 schlossen sich die Turner, die Fußballer und die Radfahrer auf Veranlassung der Besatzungsmacht zur SG Kelkheim zusammen. 1948 wurde die Abteilung Tischtennis gegründet – 1954 die Abteilung Badminton.

1948 wurde mit der Planung der Stadthalle begonnen. Unter Mitwirkung der Kelkheimer Bürger und Unterstützung Kelkheimer Firmen wurde die Halle errichtet und am 15.06.1950 eingeweiht.


1978 wurde die Halle an die Stadt Kelkheim verkauft, die in den folgenden Jahren vollständig renoviert wurde und heute als Stadthalle ein wesentlicher Bestandteil des öffentlichen Lebens darstellt.


Im selben Jahr wurde die Abteilung JuJutsu gegründet. 1980 wurden am Sportgelände „Am Taunusblick“ 3 Tennisplätze errichtet.

Im Jahr der 100-Jahr-Feierlichkeiten 1986 hatte die SG Kelkheim etwa 1000 Mitglieder.


Die Sportgelände „Am Taunusblick“ und „Im Stückes“ sowie die Turnhallen „Sindlinger Wiesen-Schule“, „Pestalozzi-Schule“ und „Eichendorf-Schule“ waren und sind die Sportstätten, die regelmäßig genutzt wurden. Mit den dann steigenden Mitgliederzahlen bestand permanent Bedarf für zusätzliche Übungszeiten in den Hallen und auf den Plätzen. Wartelisten für neue Mitglieder wurden erstellt und fanden kein großes Verständnis. Dies führte in den folgenden Jahren zu Überlegungen, eine neue, vereinseigene Sporthalle zu errichten. Nach Abschluss der Planungen und Klärung der zu erwartenden Zuschüsse wurden 1994 die Baumaßnahmen zur neuen Gymnastikhalle begonnen und am 23. Juni 1996 die Einweihung gefeiert.


Ebenfalls im Jahr 1996 wurde der Sportplatz „Am Taunusblick“ renoviert und erstmalig im Main-Taunus-Kreis ein Kunstrasenplatz eingebaut. Damit konnten die bisherigen Spielausfälle wegen ungünstiger Witterung weitestgehend verhindert werden.


Ein Verein ist eine Personenvereinigung zur Pflege gemeinsamer Interessen, und das hat der Turnverein 1886 Kelkheim und später die Sportgemeinschaft Kelkheim unter ihren 10 Vorsitzenden seit 125 Jahren immer wieder unter Beweis gestellt.

Ständig steigende Mitgliederzahlen, immer wieder neue Sportangebote, die ständig aktualisiert und erweitert werden, und die Errichtung und Unterhaltung der Sportanlagen sind nur mit engagierten Mitgliedern, ehrenamtlich tätigen Funktionären, Trainern und Übungsleitern zu erreichen. Dies ist seit 125 Jahren das Erfolgrezept der Sportgemeinschaft Kelkheim.


Nicht nur die sportlichen Aktivitäten sondern auch die Investitionen in Sportgeräte und Einrichtungen sind notwendig, um den Sportbetrieb aufrecht zu erhalten. Dazu bedarf es immer wieder Anstrengungen in finanzieller Sicht und in Form von zu erbringenden Eigenleistungen.


Hier ein Auszug aus der 125-jährigen Geschichte:

  • Bau der Stadthalle 1950
  • Verkauf der Stadthalle 1978
  • Errichtung von 3 Tennisplätzen “Am Taunusblick“ 1978
  • Bau der „Josef-Becker-Mehrzweckhalle“ 1995
  • Herrichtung des Kunstrasenplatzes „Am Taunusblick“ 1996
  • Die leichtathletischen Anlagen „Im Stückes“ werden mit einem Tartanbelag versehen 2000
  • Ausbau des Dachgeschosses zum Jugendraum im Umkleidegebäude der Josef-Becker-Halle 2007
  • Neubau und Sanierung von Sanitäranlagen im Sportlerheim „Am Taunusblick“ 2010
  • Neubau der Heizungsanlage mit Solartechnik im Sportlerheim „Am Taunusblick“ 2010
  • Herrichtung des Kunstrasenplatzes „Im Stückes“ 2013

Die Stadt Kelkheim hat sich an allen diesen Investitionen mit bis zu 25% der Gesamtinvestitionen beteiligt.


Mit 48 Mitgliedern 1886 gestartet können wir heute mehr als 1800 Mitglieder zählen, die in den Abteilungen Turnen und Breitensport, Fußball, Tennis, Tischtennis, Badminton und Budo trainiert und betreut werden.

Vorausschauende Vereinspolitik, d.h. einerseits die Jugend mit über 800 Kindern und Jugendlichen für die Aktivitäten des Vereins zu begeistern und einzubinden, andererseits auch der sich ändernden Demographie Rechnung zu tragen, ist eines unserer wesentlichen Ziele.


Für unsere Erwachsenen wurde seit dem 100-jährigen Bestehen eine Vielzahl von neuen Übungsmöglichkeiten angeboten. Die Bereitschaft zum Leistungssport ist zwar rückläufig, aber dafür sind jetzt Fitness, Erhaltung der Beweglichkeit und Steigerung der Vitalität in der Prävention und Rehabilitation angesagt.

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